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Besuch der Hessischen Kultusministerin

Zur Zukunft des biligualen Unterrichts

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Die Kultusministerin am GMB
Die „Vereinigung der Schulen mit deutsch- englisch bilingualem Zug in Hessen“, die 1999 ins Leben gerufen wurde, bemüht sich schon seit ungefähr 13 Jahren um den Besuch eines Kultusministers. Nun ist dieser Traum mit der amtierenden Kultusministerin Nicola Beer endlich in Erfüllung gegangen. Dr. Friedrich Schrecker, Lehrer unserer Schule und Vorsitzender der Vereinigung, hieß sie in unserer Aula vor knapp 100 Lehrern aus Hessen, die das Zielfach unterrichten, willkommen.

Die Ministerin selbst hat schon zu ihrer Zeit in Frankfurt die deutsch-französisch bilinguale Ziehenschule besucht und kennt daher den „bilingualen Gedanken“.  Dies zeigt sie auch in ihrem Vortrag über die Zukunft des bilingualen Unterrichts in Hessen. Es ist offensichtlich, dass der FDP- Politikerin das Thema sehr am Herzen liegt, da sie davon überzeugt ist, dass der bilinguale Unterricht nicht nur die Zielsprache vermitteln soll, sondern auch ein neues Verständnis von Internationalität und Interkulturellem mit sich bringen muss. Somit sollen zugleich die Persönlichkeit gestärkt und Sozialkompetenzen gefördert werden. Sie strebt den Ausbau dieses Bereiches durch bessere Lehrerausbildung und Einführung von weiteren Zertifikaten wie eine zukünftige internationale Abiturprüfung  an.  „Mehr Schulen sollen  sich auf den Weg machen und bilingualen Unterricht anbieten“, so Beer.

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Die Kultusministerin am GMB
Im Anschluss an das Referat tragen die Vorstandsmitglieder einige ihrer wichtigsten Anliegen und Probleme vor.  Hierbei handelt es sich unter anderem um die ab dem 1. August geltende neue Regelung von 104% Deputatstunden an den Schulen. Die Lehrer in der Aula sind sich einig, dass sie Deputatstunden im Endeffekt verlieren könnten. Die Ministerin versichert jedoch, dass man ausschließlich Stunden gewinne und nicht verliere. Jedoch bleibt bei den meisten Lehrern eine gewisse Skepsis bestehen.

Auch möchte man das Landesschulamt zum Ausbau von Aus-, Fort- und Weiterbildungsplätzen und einer „bilingualen Servicestelle“ anregen. Außerdem soll mehr an Universitäten geworben werden, insbesondere in Kombination mit naturwissenschaftlichen Fächern (MINT). Es sollen Anreize geschaffen werden, sodass der Beruf des „Bili- Lehrers“ mit naturwissenschaftlichen Fächern, attraktiver wird.

Zuletzt trägt Antina Manig, eine Lehrerin unserer Schule, das Anliegen vor, dass das Sprachzertifikat „Certi Lingua“ noch in den Kinderschuhen stecke und es noch zu wenig Außenwerbung gäbe. Daher müsse man noch für Anerkennung und Etablierung bei  Arbeitgebern und Universitäten kämpfen.
Geschrieben von:
Carmen Ahmadzadeh
Geschrieben am:
Kategorien:
Schülerzeitung Bilingualer Fachunterricht Schulprofil des GMB
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