Erinnerung an die Befreiung des größten Konzentrationslagers
Am 27. Januar gedenken wir den vielen Opfern des Nationalsozialismus, doch viele wissen gar nichts davon oder können sich unter dem Begriff ‚Holocaust‘ nicht richtig etwas vorstellen. In diesem Artikel wollen wir euch erklären, warum dieser Tag so wichtig ist und euch Ideen geben, wie ihr der Opfer gedenken könnt.
Als ‚Holocaust‘ bezeichnen wir den systematischen Völkermord von Menschen jüdischen Glaubens und anderen Gruppen, wie zum Beispiel Sinti*zzen und Rom*nja[1], Menschen mit Beeinträchtigungen oder queere Menschen, während des Nationalsozialismus. Wir gedenken also allen, die Opfer der Nationalsozialist*innen geworden sind, beispielsweise in Konzentrationslager deportiert und brutal ermordet wurden oder sich aus Angst vor der Gefangennahme selbst das Leben genommen haben.
Diese Konzentrationslager waren vom damaligen Staat eingerichtete Haftanstalten zur Massen-Inhaftierung von Menschen, ohne einen Tatnachweis oder Verteidigungsmöglichkeiten. Dort wurden die Opfer dann meistens per Bahn hin deportiert und in Arbeitslager oder Vernichtungslager aufgeteilt.
Solche Konzentrationslager gab es im Nationalsozialismus in ganz Deutschland, aber auch in anderen Ländern. Sogar in Wiesbaden gab es ein Konzentrationslager namens „Unter den Eichen“ und in Mönchberg gab es die Tötungsanstalt Hadamar, deren Gedenkstätte heute von allen 10. Klassen unserer Schule im Rahmen des Geschichtsunterrichts besucht wird.
Das größte Konzentrationslager, das es jemals gab, war Auschwitz. Gelegen im von Nazi- Deutschland besetzten Polen und mit vielen Außenlagern, hat es den Tod von ungefähr 1,1 Millionen Menschen, die meisten jüdischen Glaubens, miterlebt. Das Konzentrationslager Auschwitz bestand von 1940 bis zu seiner Befreiung von der Roten Armee am 27. Januar 1945. Diese Befreiung tausender Gefangener ist auch der Grund, warum es seit 1996 in Deutschland und seit 2005 den internationalen Holocaustgedenktag am 27. Januar gibt.
Falls du jetzt selbst Lust bekommen hast, etwas zum Gedenken der Opfer zu machen, kannst du dich zum Beispiel online über Aktionen zum Gedenktag in deiner Nähe informieren oder auch Stolpersteine in deiner Gegend mit etwas verdünntem Essigreiniger putzen. Schau dir dazu gerne noch einmal unseren Homepageartigel vom 24.11.2025 an. Du findest ihn, wenn du unter dem Schlüsselwort „Stolpersteine“ auf dieser Homepage suchst oder einfach unter folgendem Link.
Eure Demokratie-AG
Geschrieben von Laura Rindfleisch und Lena Schulz
[1] Wir möchten damit hier und im Folgenden alle Menschen, unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität ansprechen.
- Geschrieben von:
- Laura Rindfleisch
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- Demokratie-AG