"Kunststoffe – Segen oder Fluch?"

LK Chemie an der Goethe Universität Frankfurt und BASF in Ludwigshafen

LK Chemie auf ExkursionenSie sind vielfältig und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Kunststoffe.  Ob hart, gummielastisch oder plastisch verformbar, für jede Situation gibt es sie maßgeschneidert, wobei sie auch nicht ganz unproblematisch sind. Der Juni stand für das Tutorium Chemie der Q2 im Zeichen der Kunststoff- und Synthesechemie. Es ging um Aufbau, Eigenschaften, Herstellung und Recycling der vielfältigen Alleskönner - von Polyethylenterephthalat über Polymethylmethacrylat bis hin zu Polyvinylchlorid (besser bekannt als PET, Plexiglas und PVC).

        

Am 22.6. besuchten wir dazu das Goethe Lab am Fachbereich Chemie der Universität Frankfurt. Dort haben fünf Studierende Experimentierstationen zum Thema „Kunststoffe - Segen oder Fluch?“ vorbereitet. Neben dem Schnuppern von Uni-Luft, konnte der LK selbst erfahren, wie man Biokunststoffe herstellt, Plexiglas recyceln kann, und dass sich die Hülle von Waschmittel-Pods zwar löst, aber nicht auflöst im Sinne von „verschwindet“.


Bereits am 1.6. konnten wir einen Einblick in die chemische Industrie am Stammsitz der BASF in Ludwigshafen erhalten, dem größten zusammenhängenden Chemieareal der Welt. Viele haben von der BASF schon einmal gehört, aber eigentlich kennt man keine Produkte, die man im Supermarkt erwerben könnte. Die BASF stellt nämlich die Grundchemikalien und so auch Kunststoffe in Form von Granulaten her, die erst andere Unternehmen dann zu ihren Produkten weiterverarbeiten. Auf dem imposanten Außengelände wurden wir an riesigen Edelstahlanlagen vorbei geführt, durch ein Netz aus unendlich lang scheinenden Rohren, die in übergroße Behälter oder Kolonnen münden. Um die genauen Reaktionswege nachverfolgen zu können, ging es für uns auf die Anlagen in gut 10 m Höhe und dicht vorbei an den spürbar hunderte Grad Celsius heißen Kesseln. Ein einprägsames Erlebnis!

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