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Tötungsanstalt Hadamar

Geschichte hautnah erleben? - Hier war es möglich!

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Gruppenbild vor der Tötungsanstalt Hadamar
Am Montag, den 6. Juli,  besuchten die Klassen 9b und 9d die Tötungsanstalt Hadamar. In Begleitung von Herrn Reich und Frau Manig wurde uns Schülern und Schülerinnen die deutsche Geschichte nahegebracht. In den 1940er Jahren wurden in Hadamar unter der Führung des NS-Regimes rund 14000 Menschen vergast, durch Überdosen umgebracht oder qualvoll verhungern gelassen - vor allem schutzlose, Hilfe suchende, körperlich oder geistig eingeschränkte Menschen.

Diese unmenschlichen und grausamen Vorfälle brachten den ein oder anderen Schüler zum Nachdenken. Wie kann ein Mensch nur so herzlos sein? Wie konnte man solche Verbrechen „Gnadentod" nennen, wenn der Patient nicht einmal damit einverstanden war?

Fragen, von denen zumindest ein paar beantwortet werden konnten.

Zum Beispiel als die Gruppe die verhältnismäßig kleine Gaskammer betrat, wurde vielen erst klar, welches Ausmaß dieses Verbrechen hatte. In diesem winzigen Raum waren in weniger als einem Jahr mehr als 10000 Menschen qualvoll gestorben - nahezu unvorstellbar! Auch, dass die Anstalt direkt an einen belebten Ort anschloss, die Morde also nur Meter von normalem Alltagsleben stattfanden, oder dass es noch nicht einmal Tragen für die Leichen gab, sodass sie von Zwangsarbeitern über den blanken Boden zu den Verbrennungsöfen geschleift werden mussten, schockierte viele. Gerade weil das Thema vielleicht ein bisschen schwierig war, nahmen alle das Angebot wahr und versuchten so viel mitzunehmen wie möglich - auch die Lehrer.

Trotz des unschönen Themas war es doch ein sehr schöner, lehrreicher Tag, den wir alle so schnell nicht vergessen werden!

Bericht von

Tobias Rosenbaum

Geschrieben von:
Tobias Rosenbaum
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Kategorien:
Geschichte