Bläserklassenprojekt der 5a mit art.ist
„Mitnehmen auf Entdeckung unserer neuen Welt“
„Vorhang auf, das Spiel beginnt“ – unter diesem Motto präsentierte die Bläserklasse 5a des Gymnasiums am Mosbacher Berg ihr Abschlussprojekt der besonderen Art in den Räumen von art.ist in der Walkmühle Wiesbaden.
Vor Eltern, Geschwistern, Freunden und weiteren Gästen führten die jungen Musikerinnen und Musiker eine kreative Eigenkreation auf, die sich mit Antonín Dvořáks berühmter Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ auseinandersetzte. Entstanden war dabei weit mehr als ein klassisches Konzert: Musik, Bewegung, Improvisation und eigene Ideen verbanden sich zu einer außergewöhnlichen Aufführung, die das Publikum begeisterte.
Das Projekt war das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen der Bläserklasse 5a und dem Wiesbadener Kulturprojekt art.ist. Über ein halbes Jahr hinweg begleiteten die Künstler Andreas Nordheim und Sabine Lippold die Klasse regelmäßig im Musikunterricht am GMB und unterstützten Klassenlehrerin Susanne Glocker bei der Entwicklung des Projekts. Ziel war es, gemeinsam „Orte zu schaffen, an denen Kinder wachsen und sich entwickeln können“, wie die Beteiligten betonten.
Dabei war der Weg bewusst offen angelegt. „Wir wussten gar nicht, wohin die Reise führen soll“, blickte Andreas Nordheim auf die Anfänge zurück. Entstanden ist schließlich etwas Einzigartiges: Schülerinnen und Schüler, die erst seit Schuljahresbeginn ihre Instrumente spielen, nahmen das Publikum mit „auf Entdeckung unserer neuen Welt“ und zeigten eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Mut und musikalisches Können bereits in ihnen steckt.
Ein besonderer Dank gilt den Förderern des Projekts – dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain, dem Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Wiesbadener Volksbank eG –, die diese außergewöhnliche Zusammenarbeit überhaupt erst ermöglicht haben. Ebenso trugen die beiden Schlagzeuger Wolfgang Schliemann und Ingo Deul maßgeblich zum Gelingen der Aufführung bei und verliehen der Performance zusätzliche klangliche Tiefe und Energie. Der langanhaltende Applaus am Ende machte deutlich, dass die Aufführung ein voller Erfolg war.
Nach der musikalischen „Explosion“ klang der Abend bei einem gemeinsamen Pizza-Buffet aus. Dabei wurde noch einmal deutlich, was dieses Projekt besonders gemacht hat: Junge Künstler mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen hatten über viele Monate hinweg gemeinsam musiziert, gestaltet und Neues ausprobiert. Oder, wie es eine Schülerin während des Projekts spontan formulierte: „Ich gebe jetzt gerade ein Interview und ich weiß gar nicht, was daraus wird!“
Gerade diese Offenheit für Neues machte den besonderen Reiz des Projekts aus – und ließ einen Abend entstehen, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.
- Geschrieben von:
- Rüdiger Jarzina
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- Bläserklassen