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"Gutes Sehen für alle!"

Aktionstag der Klasse 8 d mit der EinDollarBrille e.V.

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Schulvortrag mit der EinDollarBrille

Viele von Euch kennen es: Plötzlich kann man den Tafelanschrieb nicht mehr lesen und braucht eine Brille. Was für uns so selbstverständlich ist, stellt für Menschen in vielen Ländern ein großes Problem dar. Man schätzt, dass 950 Millionen Menschen auf der Welt eine Brille bräuchten, sie sich aber nicht leisten können, worunter sie lebenslang leiden, weil Kinder nicht richtig lernen und Erwachsene nicht arbeiten können, was zu Armut und Benachteiligung führt.

Geholfen wird diesen Menschen vom gemeinnützigen Verein EinDollarBrille, der in Asien, Afrika und Südamerika aktiv ist und dort in elf Ländern für gutes Sehen und eine augenoptische Grundversorgung sorgt. Martin Aufmuth, der Gründer und Vorstand des Vereins hat die EinDollarBrille im Jahr 2010 entwickelt und seitdem schon über einer Million Menschen geholfen.

Wir, die Klasse 8 d, hat sich mit unseren Klassenlehrerinnen Frau Treu und Frau Del Conte, einen Schultag lang mit dem Thema beschäftigt. Fünf ehrenamtliche Mitarbeiter haben am Nachmittag vorher schon alles vorbereitet, damit wir morgens direkt starten konnten. Zuerst wurden uns mit einer Präsentation die wichtigsten Informationen vermittelt, dann hatten wir Gelegenheit, uns dem Thema praktisch zu nähern. Alle Normalsichtigen konnten, mit entsprechenden Brillen ausgestattet, einmal nachvollziehen, was die alltäglichen Probleme sind, wenn man alles nur verschwommen sieht.

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Schulvortrag mit der EinDollarBrille

Dann haben wir mit Hilfe von 3D-gedruckten Biegevorrichtungen, Kombizangen und Schrumpfschläuchen selbst kleine Brillen hergestellt. Das war gar nicht so einfach und viele Schüler und Schülerinnen haben für ihre erste Minibrille lange gebraucht. Umso beeindruckender finden wir, dass ein blinder Mitarbeiter der EinDollarBrille 200 Brillen im Monat herstellt. Allerdings hat einer aus unserer Klasse, der sich besonders geschickt angestellt hat, an der großen Biegemaschine auch ein richtiges Brillengestelle gebogen.

Woher kommt jetzt der Name EinDollarBrille? Sie besteht aus einem leichten und flexiblen Federstahlrahmen, der extrem robust und langlebig ist. Die bruchsicheren Kunststoffgläser werden entsprechend der im Sehtest ermittelten Stärke in den Rahmen eingeklickt. Die Größe der Brille wird durch die Breite der Fassung und die Länge der Bügel bestimmt und kann dem Kunden genau angepasst werden. Das Material für eine Brille kostet nur rund 1 US-Dollar und der Verkaufspreis der Brille beträgt 2–3 ortsübliche Tageslöhne.

Das Herstellen der Brillen ist umweltfreundlich, weil man für die die Biegemaschine keinen Strom braucht. Die Brillen werden vor Ort von Hand hergestellt, was sich positiv auf den Preis auswirkt, da nur Materialkosten anfallen und weil es keine Lieferkosten gibt. Außerdem schafft die EinDollarBrille damit in den jeweiligen Ländern auch Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Wir fanden den Aktionstag richtig interessant und gerade die praktische Arbeit hat total Spaß gemacht. Deshalb wollen wir die EinDollarBrille unterstützen, weshalb wir am Freitag, 13.03., in der ersten und zweiten Pause Kuchen verkauft haben und das Geld dem Verein spenden.

Geschrieben von der Klasse 8 d

https://www.eindollarbrille.de

 

Video-Datei
Geschrieben von:
Anna Treu
Geschrieben am:
Kategorien:
Projekte & Veranstaltungen
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