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"Wo Wissen wirkt..."

Corinna Claußen forscht an Medizin von morgen

Erfinderlabor in Marburg mit Schülerin des Mosbacher Bergs

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41. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie in Marburg (2026)

Wie lassen sich Bakterien bekämpfen, wenn Antibiotika versagen? Welche molekularen Schalter könnten bei der Krebstherapie eine Rolle spielen? Und wie können Wirkstoffe so verpackt werden, dass sie genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden? Mit solchen hochaktuellen Fragen beschäftigten sich vom 17. bis 21. August 2026 insgesamt 16 besonders leistungsstarke Oberstufenschülerinnen und -schüler beim 41. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie in Marburg.

Mitten unter ihnen: Corinna Claußen vom Gymnasium am Mosbacher Berg. Damit gehörte eine Schülerin unserer Schule zu dem kleinen Kreis junger Nachwuchsforschender, die aus 196 Bewerberinnen und Bewerbern von 115 hessischen Schulen ausgewählt worden waren.

Eine Woche lang erhielten die Jugendlichen Gelegenheit, Forschung nicht nur kennenzulernen, sondern selbst zu betreiben. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Philipps-Universität Marburg und des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie arbeiteten sie in kleinen Gruppen an aktuellen Fragestellungen aus Biotechnologie und Arzneimittelentwicklung.

Dabei ging es unter anderem um mögliche Hemmstoffe gegen die bei bestimmten Krebserkrankungen relevante PIM1-Kinase, um pharmazeutische Technologien zum Transport und zur Dosierung von Arzneistoffen, um Phagen als natürliche Gegenspieler von Bakterien sowie um Schutzmechanismen gestresster Zellen.

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41. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie in Marburg (2026)

Das Besondere am Erfinderlabor: Hier standen keine vereinfachten Schulversuche auf dem Programm. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiteten mit Methoden echter wissenschaftlicher Forschung, planten und analysierten Experimente und mussten ihre Ergebnisse anschließend so aufbereiten, dass auch fachfremde Zuhörerinnen und Zuhörer sie verstehen konnten. Zu Beginn der Woche erhielten sie außerdem bei einer Werksführung am Aenova-Standort Marburg Einblicke in industrielle Produktionsprozesse.

Den Abschluss bildete am 21. August die Präsentation der Forschungsprojekte in der Alten Aula der Philipps-Universität Marburg. Die Veranstaltung war zugleich Teil des Jubiläumsprogramms „80 Jahre Hessen“.

Für Corinna bedeutete die Teilnahme damit fünf Tage voller Wissenschaft, neuer Methoden und Begegnungen mit Menschen aus Forschung und Industrie – und sicherlich auch fünf Tage voller Eindrücke, die sich in einer Pressemitteilung nur schwer einfangen lassen.

Vielleicht erzählt Corinna deshalb demnächst selbst an dieser Stelle von ihrer Woche im Erfinderlabor und davon, wie es sich anfühlt, als Schülerin plötzlich mitten in echter Spitzenforschung zu stehen. Wir würden uns freuen!

Geschrieben von:
Rüdiger Jarzina
Geschrieben am:
Kategorien:
Chemie Oberstufe
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